Projektbeschreibung

Was ist THEFBO?

THEFBO ist das Akronym für ein dreijähriges Verbundprojekt von fünf Partnern. Es steht für den Projekttitel: „Die kulturhistorische Bedeutung des Textilhandwerks der prähistorischen Feuchtbodensiedlungen am Bodensee und Oberschwaben ‒ im Kontext von Anforderungen an textile Objekte und ihre Wahrnehmung.“

Das Verbundprojekt wird anhand der Feuchtbodentextilien aus südwestdeutschen Pfahlbausiedlungen einen völlig neuen und diachronen Blickwinkel auf jungsteinzeitliche bis hin zu metallführenden Siedlungsgemeinschaften aufzeigen.

Dabei wird davon ausgegangen, dass Textilien eine zentrale Rolle bei den alltägliche Arbeiten der Seeuferbewohnen einnahmen. Dabei fungierten sie in praktischen und sozialen Bereichen nicht nur als Begleiter, sondern agieren als Schrittmacher in einer wechselseitigen Beziehung zwischen gesellschaftlicher Bedeutung und Wahrnehmung.

In diesem interdisziplinären Verbundprojekt soll jedoch nicht nur das Potenzial einer bisher vernachlässigten Materialgruppe aufgezeigt werden, sondern auch die Schlüsselstellung von Textilien im kulturhistorischen Kontext früher Siedlungsgemeinschaften im süddeutschen Raum herausgestellt werden, die den Blickwinkel auf frühe Ackerkulturen bundesweit und international verändern wird.

What is THEFBO?

THEFBO is a joint project of five copartners. The acronym subsumes the project title: “Textile craftsmanship in the prehistoric wetland settlements on Lake Constance and Upper Swabia – requirements for textiles and their perception.” The project is funded by the Federal Ministry of Education and Research for three years.

On the basis of wetland textile finds from southwestern German lake dwelling settlements, it aims to establish a new and diachronic perspective from Neolithic to Bronze Age settlements.

It is assumed that textiles featured prominently in the diachronic development of these agricultural settlements. In this context, textiles are not only understood as a mere concomitant in prehistoric wetland settlement material culture, but functioned as a pacemaker within a reciprocal relation between social meaning and perception.

The interdisciplinary project not merely shows the potential of a hitherto neglected class of finds, but rather emphasizes the key role of textiles within the cultural context of early settlements in the German southwest. This will result in a new perspective of research regarding textiles and early settlements nationally and internationally.